Ich hall gar nix mehr aus. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Also... Der Black Tempelt war heute meine erste Station. Das Ding ist aber kein richtiger Tempel, sonder eher so ein Kunstobjekt. Bisschen gruselig sogar. Alles rießig groß und schwarz. Und innen drin steht ein ewig langer Tisch und kleine Tischer zu beiden Seiten. Darauf sich tote Schlangen und Geweihe und rießige Muscheln dekoriert. Und es hängen Tierhäute von der Decke. Also echt unheimlich. Deshalb hab ich mich auch gleich weiter gemacht Richtung Mae Salong. Dort wollte ich die Akaas besuchen. Ein Bergvolk, das ganz tolle Gewänder trägt. Einfach mal Akha bei google eingeben, dann habt ihr einen Eindruck, was ich meine. Jedenfalls ist Mae Salong ca. 60km von Chiang Rai entfernt. Also hab ich mein Roller für 1,50€ vollgetankt und los ging die Fahrt. Nach ner Stunde hab ich mir dann erst mal nen Ananassnack am Straßenrand gegönnt. Meinem neusten Hobby zufolge (nach dem Weg fragen) sollte ich dann einen ziemlich steilen Weg in die Berge nehmen. Und ich spreche hier von gefühlten 17% Steigung. Echt richtig steil. (Morgen muss ich da auch wieder runter, mit meinen quietschenden Bremsen...) Jedenfalls, ich schweife schon wieder ab, die Aussicht da ist nicht mit Worten zu beschreiben. Es ist ein Paradies für jeden Mopetfahrer. Überall Teeplantagen, Reisplantagen, Bananenbäume, rießige Bäume, die mit sowas wie Efau umrankt sind. Hammer eben. Ich konnt leider nicht so viele Fotos von den Bergen machen, da ich zu beschäftigt war zu fahren und gleichzeitig den Mund zuzumachen, damit mir vor lauter Staunen nicht zu viele Mücken in den Mund fliegen. Ich glaub ich bin 3 oder 4 Stunden gefahren. Bergauf und bergab. Eine ziemlich kurvige Angelegenheit war das ganze. Ich komm immer noch nicht über die Aussicht hinweg. Merkt man vielleicht an meinem Schreibstil. Ich entschuldige mich schonmal wenn ich wirres Zeug schreibe, aber ich glaub ich bin auf sowas wie nem Zuviel-Inputt-Trip. Also, weiter... Irgendwann kam ich dann auch in diesem Dorf an. Man muss sich erstmal klar machen, Mae Salong liegt 1364m über dem Meeresspiegel (zum Vergleich: Zugspitze 2962m, Saarbrücken 190m) Und dort oben komm ich dann schließlich an und finde ein äußerst weit entwickeltes Dorf vor. Vergleichbar mit Alschbach. Es gibt sogar eine Tankstelle. Naja Tankstelle kann man auch net wirklich sagen. Da ist eben so ne Garage wo 2 Fässer drin stehen. Mit Fässer mein ich sowas wie ne Regentonne. Und aus dem Zapfhahn kommt dann Benzin. Echt krass oder?! Erstaunlicherweise sprechen hier aber viele Leute Englisch, so dass ich schnell zu dem Hostel fand, wo ich hinwollte. Der äußert feundliche Hostelbesitzer hat mir dann mein Zimmer gezeigt. Das Zimmer ist wirklich sauber, hat ein Tisch, eine Komode und ein Doppelbett. Die Tür wird mit einem Schloss verschlossen, ähnlich wie bei einem Gartenhäuschen. Die Wände sind aus schiefem Holz zusammengenagelt und vor der Tür hat mich eine rießige Heuschrecke begrüßt. Preis für eine Nacht: 50Baht. Entspricht 1,20€. Und dafür ist es wirklich mehr als top! Ich bin dann nachdem ich meine Sachen im Zimmer deponiert hatte weiter gefahren. Ich wusste ja jetzt wo sich die Akhas genau aufhielten, da mir den Hostelmann eine selbstgemalte und ca. 1000mal kopierte Karte mitgab. Eigentlich sollten dir Bergvölker einfach zu finden sein. Aber dass die so abseits wohnten, wollt ich dann doch nicht wahrhaben. Ich bin dann also 2 Kindern auf einem Roller gefolgt, nachdem ich schon 15min auf einem Feldweg dahindüste. Die Kinder bogen dann irgendwann rechts ab, einen Weg runter, den man eigentlich nicht fahren konnte. So viele Löcher, Matsch und Unebenheiten... Habs dann aber doch geschafft. Am Ende des Weges war sowas wie ein kleines Dorf. Strohhütten usw. Wie mans sich eben vorstellt. Aber das war eben Realität. Und vor der ersten Hütte standen ca. 15 Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren. Als sie mich sahen blieben alle regungslos stehen. Ich war ja quasi ein Eindringling. Mensch mit Helm, Kamera und Rucksack auf einem Roller. Ich hab dann versucht zu fragen ob das hier die Akhas sind. Irgendwann kam dann wohl die Mutter oder Oma oder große Schwester der ganzen Kinder. Sie konnte mir dann mitteilen, dass hier keine Akhas wohnen. Ich wollt aber trotzdem ein paar Bilder machen und hab auch höflich gefragt. Die Frau hat sich dann auch lächelnd positioniert und wollte die Kinder dazu bringen sich auch hinzustellen. Als ich das erste Foto dann aber machte, rannten einige der Kinder weg, andere kamen näher. Ich begriff, dass diese Menschen wohl noch nie ein Fotoapperat gesehen hatten, geschweige denn eine Lumix G3. Ich zeigte ihnen also das Bild und auf einmal fingen alle an zu lachen. Was ein herzliche Lachen. So natürlich, dass ich fast heulen musste. Ein Lachen, dass mich jetzt immer noch berührt. Ich hab also noch ein Bild gemacht und es ihnen wieder gezeigt. Zuerst sind die Kinder wieder erschrocke, als ich die Kamera auf sie richtete. Aber als sie sich dann selbst in dem Gerät erkannten, hätte ich ihnen am liebsten meine Kamera geschenkt... Da ich ja aber eigentlich zu den Akhas wollte, verabschiedete ich mich und wollte den Weg wieder hoch fahren. Die Löcher wurden mir aber zum Verhängnis. Ich blieb stecken. Mein Hinterrad steckte im Schlamm fest. Irgendwie schaffte ich es dann aber doch, mit roher Gewalt das Mopet wieder auf eine einigermaßen ebene Straße zu bringen. Ich fuhr also wieder zum Dorf zurück, fragte mich durch und erfuhr, dass ich auf dem richtigen Feldweg war, nur noch ca. 4km weiter fahren musste. Ich kam an weiteren Strohhäusern mit Menschen, Hühner und Hunden vorbei und auch an schwarzen Babyschweinen, die im Boden scheinbar nach Trüffeln suchten. Irgendwann fuhr ich auch an Jugendlichen Jungs vorbei die Fußball spielten. Ich fragte ob ich ihnen eine Weile zuschauen konnte. Der eine Junge sprech ein paar Brocken Englisch, so dass ich den Weg zu den Akhas dann endlich dachte zu wissen. Aber das Akhadorf ist echt nix besonderes. Menschen mit blutenden schwarzen Zähnen, hießen mich zwar genauso freundlich Willkommen wie die dutzenden Kinder die mir "Hello" zuriefen. Aber irgendwie war es nicht das, was ich erwartet hatte. Ich dachte, die haben alle ihre Hüte und Kleider an. Aber nix war. Ich lief dann in dem Dorf bisschen hin und her und kam mir echt seltsam vor. Ich hatte ein super schlechtes Gewissen, auch nur ein Foto zu machen. Scheiß Touri, mussten die wohl gedacht habe. Ich mein, ich denk ja auch nix anderes, wenn Leute durch die Fläschgass wandern und sagen: "Oh ein Sauerkirschbaum!" Ich wollte also so schnell es ging wieder verschwinden. Meine emotionale Verfassung war zu diesem Zeitpunkt im Keller. Ich bin doch nicht den ganzen Weg gefahren um mich jetzt so mieß zu fühlen und noch nicht mal Akhas in Trachtenuniform gesehen zu haben. Am Ausgang des Dorfes saß eine alte Frau die aber einen Akha-Hut anhatte. Ich hielt also mit dem Roller an und wollte fragen ob ich ein Bild machen kann. Aber die Frau scheuchte mich nur weg. Kann ich ja auch verstehen. Ich hab mich dann noch mießer gefühlt, weil ich auch noch so dreißt gefragt hatte. Kurz bevor es dunkel wurde erreichte ich wieder das Hostel. Mein Magen meldete sich und ich bestellte ein Omlett mit Reis. Der Hostelmensch erzählte mir dann, dass morgen früh um 7 Uhr ein Markt wäre, wo ganz viele Akhas in ihren Kleidern rumlaufen würden und sich auch gern fotografieren liesen. Ich bekam ein gratis-Tee und wunderte mich über die Maggiflasche, die neben Soja- und Süßsauersoße stand. Ja ihr habt richtig gelesen. MAGGI. Ich hab gleich ein Beweisfoto gemacht. Zwar nicht die original Maggiflasche, aber so Importdinger, die man in spanischen Rio-Hotels findet. Krass oder?!
Jetzt sitz ich in meinem Zimmer ohne Fensterscheibe und hab doch tatsächlich zwei Balken Internetemfang. Mein Kopf fühlt sich immer noch komisch an, weil ich ja den ganzen Tag den Helm anhatte. Meine Hände zittern immer noch, vom Gas geben und bremsen. Und in meinem Kopf ist grad die Hölle los. Ich kann noch gar nicht sagen, wies mir geht. Obs mir gut geht oder ob ich heulen soll. Ich bin einfach nur verwirrt. Ich glaube so fühlt sich ein Baby, das gerade das erste mal Licht sieht. Es sind einfach viel zu viele Eindrücke. Die "Schule", eine Garage, vollgestopft mit 30 Kinder und einer Tafel, die Kätzchen und Hunde, die vielen halbblinden Menschen mit blutenden Zähnen, die Wälder, der Duft der Tee- und Reisplantagen, die steilen kurvigen Wege, die knatternden Mopets mit 4 Menschen drauf, und der Mensch, der durch ein Megaphon schon seit ner Stunde entweder Lottozahlen vorliest oder ein Fußballspiel kommentiert. All das lässt mich bestimmt heute Nacht nicht schlafen. Und die harte Matratze natürlich...
Also... Der Black Tempelt war heute meine erste Station. Das Ding ist aber kein richtiger Tempel, sonder eher so ein Kunstobjekt. Bisschen gruselig sogar. Alles rießig groß und schwarz. Und innen drin steht ein ewig langer Tisch und kleine Tischer zu beiden Seiten. Darauf sich tote Schlangen und Geweihe und rießige Muscheln dekoriert. Und es hängen Tierhäute von der Decke. Also echt unheimlich. Deshalb hab ich mich auch gleich weiter gemacht Richtung Mae Salong. Dort wollte ich die Akaas besuchen. Ein Bergvolk, das ganz tolle Gewänder trägt. Einfach mal Akha bei google eingeben, dann habt ihr einen Eindruck, was ich meine. Jedenfalls ist Mae Salong ca. 60km von Chiang Rai entfernt. Also hab ich mein Roller für 1,50€ vollgetankt und los ging die Fahrt. Nach ner Stunde hab ich mir dann erst mal nen Ananassnack am Straßenrand gegönnt. Meinem neusten Hobby zufolge (nach dem Weg fragen) sollte ich dann einen ziemlich steilen Weg in die Berge nehmen. Und ich spreche hier von gefühlten 17% Steigung. Echt richtig steil. (Morgen muss ich da auch wieder runter, mit meinen quietschenden Bremsen...) Jedenfalls, ich schweife schon wieder ab, die Aussicht da ist nicht mit Worten zu beschreiben. Es ist ein Paradies für jeden Mopetfahrer. Überall Teeplantagen, Reisplantagen, Bananenbäume, rießige Bäume, die mit sowas wie Efau umrankt sind. Hammer eben. Ich konnt leider nicht so viele Fotos von den Bergen machen, da ich zu beschäftigt war zu fahren und gleichzeitig den Mund zuzumachen, damit mir vor lauter Staunen nicht zu viele Mücken in den Mund fliegen. Ich glaub ich bin 3 oder 4 Stunden gefahren. Bergauf und bergab. Eine ziemlich kurvige Angelegenheit war das ganze. Ich komm immer noch nicht über die Aussicht hinweg. Merkt man vielleicht an meinem Schreibstil. Ich entschuldige mich schonmal wenn ich wirres Zeug schreibe, aber ich glaub ich bin auf sowas wie nem Zuviel-Inputt-Trip. Also, weiter... Irgendwann kam ich dann auch in diesem Dorf an. Man muss sich erstmal klar machen, Mae Salong liegt 1364m über dem Meeresspiegel (zum Vergleich: Zugspitze 2962m, Saarbrücken 190m) Und dort oben komm ich dann schließlich an und finde ein äußerst weit entwickeltes Dorf vor. Vergleichbar mit Alschbach. Es gibt sogar eine Tankstelle. Naja Tankstelle kann man auch net wirklich sagen. Da ist eben so ne Garage wo 2 Fässer drin stehen. Mit Fässer mein ich sowas wie ne Regentonne. Und aus dem Zapfhahn kommt dann Benzin. Echt krass oder?! Erstaunlicherweise sprechen hier aber viele Leute Englisch, so dass ich schnell zu dem Hostel fand, wo ich hinwollte. Der äußert feundliche Hostelbesitzer hat mir dann mein Zimmer gezeigt. Das Zimmer ist wirklich sauber, hat ein Tisch, eine Komode und ein Doppelbett. Die Tür wird mit einem Schloss verschlossen, ähnlich wie bei einem Gartenhäuschen. Die Wände sind aus schiefem Holz zusammengenagelt und vor der Tür hat mich eine rießige Heuschrecke begrüßt. Preis für eine Nacht: 50Baht. Entspricht 1,20€. Und dafür ist es wirklich mehr als top! Ich bin dann nachdem ich meine Sachen im Zimmer deponiert hatte weiter gefahren. Ich wusste ja jetzt wo sich die Akhas genau aufhielten, da mir den Hostelmann eine selbstgemalte und ca. 1000mal kopierte Karte mitgab. Eigentlich sollten dir Bergvölker einfach zu finden sein. Aber dass die so abseits wohnten, wollt ich dann doch nicht wahrhaben. Ich bin dann also 2 Kindern auf einem Roller gefolgt, nachdem ich schon 15min auf einem Feldweg dahindüste. Die Kinder bogen dann irgendwann rechts ab, einen Weg runter, den man eigentlich nicht fahren konnte. So viele Löcher, Matsch und Unebenheiten... Habs dann aber doch geschafft. Am Ende des Weges war sowas wie ein kleines Dorf. Strohhütten usw. Wie mans sich eben vorstellt. Aber das war eben Realität. Und vor der ersten Hütte standen ca. 15 Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren. Als sie mich sahen blieben alle regungslos stehen. Ich war ja quasi ein Eindringling. Mensch mit Helm, Kamera und Rucksack auf einem Roller. Ich hab dann versucht zu fragen ob das hier die Akhas sind. Irgendwann kam dann wohl die Mutter oder Oma oder große Schwester der ganzen Kinder. Sie konnte mir dann mitteilen, dass hier keine Akhas wohnen. Ich wollt aber trotzdem ein paar Bilder machen und hab auch höflich gefragt. Die Frau hat sich dann auch lächelnd positioniert und wollte die Kinder dazu bringen sich auch hinzustellen. Als ich das erste Foto dann aber machte, rannten einige der Kinder weg, andere kamen näher. Ich begriff, dass diese Menschen wohl noch nie ein Fotoapperat gesehen hatten, geschweige denn eine Lumix G3. Ich zeigte ihnen also das Bild und auf einmal fingen alle an zu lachen. Was ein herzliche Lachen. So natürlich, dass ich fast heulen musste. Ein Lachen, dass mich jetzt immer noch berührt. Ich hab also noch ein Bild gemacht und es ihnen wieder gezeigt. Zuerst sind die Kinder wieder erschrocke, als ich die Kamera auf sie richtete. Aber als sie sich dann selbst in dem Gerät erkannten, hätte ich ihnen am liebsten meine Kamera geschenkt... Da ich ja aber eigentlich zu den Akhas wollte, verabschiedete ich mich und wollte den Weg wieder hoch fahren. Die Löcher wurden mir aber zum Verhängnis. Ich blieb stecken. Mein Hinterrad steckte im Schlamm fest. Irgendwie schaffte ich es dann aber doch, mit roher Gewalt das Mopet wieder auf eine einigermaßen ebene Straße zu bringen. Ich fuhr also wieder zum Dorf zurück, fragte mich durch und erfuhr, dass ich auf dem richtigen Feldweg war, nur noch ca. 4km weiter fahren musste. Ich kam an weiteren Strohhäusern mit Menschen, Hühner und Hunden vorbei und auch an schwarzen Babyschweinen, die im Boden scheinbar nach Trüffeln suchten. Irgendwann fuhr ich auch an Jugendlichen Jungs vorbei die Fußball spielten. Ich fragte ob ich ihnen eine Weile zuschauen konnte. Der eine Junge sprech ein paar Brocken Englisch, so dass ich den Weg zu den Akhas dann endlich dachte zu wissen. Aber das Akhadorf ist echt nix besonderes. Menschen mit blutenden schwarzen Zähnen, hießen mich zwar genauso freundlich Willkommen wie die dutzenden Kinder die mir "Hello" zuriefen. Aber irgendwie war es nicht das, was ich erwartet hatte. Ich dachte, die haben alle ihre Hüte und Kleider an. Aber nix war. Ich lief dann in dem Dorf bisschen hin und her und kam mir echt seltsam vor. Ich hatte ein super schlechtes Gewissen, auch nur ein Foto zu machen. Scheiß Touri, mussten die wohl gedacht habe. Ich mein, ich denk ja auch nix anderes, wenn Leute durch die Fläschgass wandern und sagen: "Oh ein Sauerkirschbaum!" Ich wollte also so schnell es ging wieder verschwinden. Meine emotionale Verfassung war zu diesem Zeitpunkt im Keller. Ich bin doch nicht den ganzen Weg gefahren um mich jetzt so mieß zu fühlen und noch nicht mal Akhas in Trachtenuniform gesehen zu haben. Am Ausgang des Dorfes saß eine alte Frau die aber einen Akha-Hut anhatte. Ich hielt also mit dem Roller an und wollte fragen ob ich ein Bild machen kann. Aber die Frau scheuchte mich nur weg. Kann ich ja auch verstehen. Ich hab mich dann noch mießer gefühlt, weil ich auch noch so dreißt gefragt hatte. Kurz bevor es dunkel wurde erreichte ich wieder das Hostel. Mein Magen meldete sich und ich bestellte ein Omlett mit Reis. Der Hostelmensch erzählte mir dann, dass morgen früh um 7 Uhr ein Markt wäre, wo ganz viele Akhas in ihren Kleidern rumlaufen würden und sich auch gern fotografieren liesen. Ich bekam ein gratis-Tee und wunderte mich über die Maggiflasche, die neben Soja- und Süßsauersoße stand. Ja ihr habt richtig gelesen. MAGGI. Ich hab gleich ein Beweisfoto gemacht. Zwar nicht die original Maggiflasche, aber so Importdinger, die man in spanischen Rio-Hotels findet. Krass oder?!
Jetzt sitz ich in meinem Zimmer ohne Fensterscheibe und hab doch tatsächlich zwei Balken Internetemfang. Mein Kopf fühlt sich immer noch komisch an, weil ich ja den ganzen Tag den Helm anhatte. Meine Hände zittern immer noch, vom Gas geben und bremsen. Und in meinem Kopf ist grad die Hölle los. Ich kann noch gar nicht sagen, wies mir geht. Obs mir gut geht oder ob ich heulen soll. Ich bin einfach nur verwirrt. Ich glaube so fühlt sich ein Baby, das gerade das erste mal Licht sieht. Es sind einfach viel zu viele Eindrücke. Die "Schule", eine Garage, vollgestopft mit 30 Kinder und einer Tafel, die Kätzchen und Hunde, die vielen halbblinden Menschen mit blutenden Zähnen, die Wälder, der Duft der Tee- und Reisplantagen, die steilen kurvigen Wege, die knatternden Mopets mit 4 Menschen drauf, und der Mensch, der durch ein Megaphon schon seit ner Stunde entweder Lottozahlen vorliest oder ein Fußballspiel kommentiert. All das lässt mich bestimmt heute Nacht nicht schlafen. Und die harte Matratze natürlich...
Der absolute Wahnsinn!
AntwortenLöschenIch weiß, wie du dich fühlen sollst. Müde, beeindruckt und froh all das gesehen zu haben... stell dir vor du hättest das Dorf nicht gefunden und wüsstest jetzt nicht, dass die Menschen dort rumlaufen wie all die anderen-ohne ihre Trachten. Das hätte dich bestimmt auch geärgert. Also sei froh, das was du erlebst, erleben die meisten Menschen ihr ganzes Leben nicht :) Kussi <3
Hi Tina, danke für das tolle Foto von dem kleinen Jungen mit dem roten Kragen. Das sind die Bilder, die Du machen sollst. Menschen. Klasse!
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